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Der wunderliche Weg des Wassers

Was wir ohne Wasser wären? Nix. Schließlich bestehen wir selbst zu erstaunlichen 70 Prozent daraus. Wahrscheinlich ist euch das Element so vertraut und so selbstverständlich geworden, dass ihr beim Griff zum Wasserhahn kaum einen Gedanken daran verschwendet wo das Wasser eigentlich herkommt. Bei uns ist das etwas anderes. Denn der Weg unseres Wassers ist wunderlich. Warum, wollen wir euch in dieser Geschichte erzählen. Vielleicht finden wir auch eine Erklärung für den außergewöhnlich frischen, belebenden Geschmack unseres Quellwassers… Macht es euch gemütlich, wir legen los!


Der Wasserschmecker
Es war im Jahr 2003. Gerade erst hatte die Schneeschmelze eingesetzt und der Frühling zog langsam, aber sicher ins Land. Wir wollten endlich unsere Quelle fassen, die unterhalb vom Platthof entspringt. Doch das war einfach gesagt als getan. Dort, wo die Quelle sein sollte, war… Nichts. Wie gut, dass es Menschen wie Josef Erlacher gibt, den hier alle nur den Widner Bauer nennen. Der Widner ist ein Wasserschmecker. Das heißt, er kann Wasser finden. Alles was er dazu braucht, ist ein Lärchenzweig. Den benutzt er dann als Wünschelrute. So auch bei uns. Es war schon ein wenig seltsam, den Widner dabei zu beobachten, wie er im Feld auf und ab marschierte, ganz konzentriert auf seinen Lärchenzweig. Aber was sollen wir sagen:  Er hat unsere Quelle gefunden. Ganze 20 Meter von dem Ort entfernt, wo sie eigentlich hätte sein sollen. Und dann noch in einer Tiefe von sagenhaften 3 Metern. Ohne den Widner und seiner Gabe würden wir wohl heute noch suchen. Vielleicht lassen sich so besondere Quellen wie die unsere, auch nur von besonderen Menschen finden…


Was für eine Überraschung!
Bald rückte der Bagger an, denn ohne den lässt sich eine Quelle nun eben mal nicht erschließen. Was die Baggerschaufel zu Tage förderte, ist fast noch verwunderlicher als der Widner mit seiner Wünschelrute: Mitten im Erdreich, ein ganzes Stück unter der Oberfläche tauchte ein verbrannter Baumstamm auf. Wohl mehrere tausend Jahre alt, meinte jemand, der sich damit besser auskennt. Wie das mit der verbrannten Lärche weiterging, erzählen wir euch ein anderes Mal. Schließlich geht es heute ja um unser Wasser. Das entspringt übrigens hoch oben am Plattkofel und bahnt sich dann seinen geheimen Weg durch Gesteinsschichten und Höhlen und unterirdische Welten, über die wir nur spekulieren können. Wir sind aber überzeugt: Dort, im Herzen des Berges, passiert etwas ganz Besonderes mit unserem Wasser. Warum sonst würde es so frisch und klar und rein schmecken? Wenn euch das alles ein wenig zu mystisch ist, haben wir auch noch ein paar technische Daten unserer Quelle für euch: Nach dem Fund des unterirdischen Baumes haben wir die Grube gereinigt, aus Inox einen 1,5 mal 0,4 Meter hohen Damm gebaut und zwei mit Lehm abgedichtete Rohre verlegt. Eines führt in den Bach, das andere in unsere Wasserstube. Dann kam noch etwas Marmorschott drauf, die wir mit einer wasserundurchlässigen Haut bedeckten, schließlich soll ja kein Regenwasser unsere Quelle verunreinigen. Noch ein Drainagerohr zur Sicherheit, etwas Lehm und Erde drüber und fertig war unsere Quelle. Seither fließt sie von dort direkt zu uns. Und zu euch. Wenn ihr das nächste Mal einen Schluck aus unserem Wasserhahn nehmt – schmeckt mal genau hin. Wetten, dass ihr merkt, dass unser Wasser anders ist als anderswo? 


Übrigens: Mehr Erstaunliches und Sagenhaftes verraten wir euch gerne in unseren „Sagenhaften Wochen“ und bei den „Zallingers Kräuterwochen“. Diese und mehr Pauschalen findet ihr hier.  
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