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Eine Geschichte des Törggelens

Pressen, Schatz! Pressen!

Ob es nun die Eisacktaler Weinhändler, die sich zum Ende des Sommers trafen oder doch die Viehbauern waren, die einen Handel mit einer Schlemmerei besiegelten, lässt sich heute nicht mehr so genau sagen.

Jedenfalls ist es schon eine ganze Weile her und Generationen von Südtirolerinnen und Südtirolern sind mit der Tradition des Törggelens aufgewachsen. Auch wenn man sich hier noch immer leidenschaftlich darüber streitet, wo denn genau der Geburtsort des Törggelens liegt, ist sich die Wissenschaft ziemlich einig, woher der Name dieses Brauches stammt. Zunächst einmal gibt es da das Wort „torquere“, was „pressen“ bedeutet. Und dann gibt es den „Torggl“. So nennen wir jenen Raum, in dem die Weinpresse steht. Vom Torggl zum Törggelen ist es dann nicht mehr weit.

Der Wein ist immer noch ein elementarer Teil des Törggelens, meist in Form eines „Nuien“, also dem neuen Wein, der ausgiebig verkostet werden will. Auch bei den Speisen verstehen wir keinen Spaß. Was und in welcher Reihenfolge beim Törggelen auf den Tisch kommt, ist so sicher wie das Amen im Gebet: Zunächst gibt es eine Gerstensuppe, gefolgt von Käsigem in Form von Spatzeln, Knödeltris oder Schlutzkrapfen. Zum Hauptgang servieren wir eine Schlachtplatte mit verschiedenen Sorten Fleisch, Rippchen, Würsten und Geselchtem, als Beilage werden Kartoffeln, Knödel und Bauernbrot gereicht. Dann wird es süß! Die Tirschtlan – gebackener Teig mit Füllung, Apfelküchlein oder Strudel kommen auf den Tisch. Dann folgen die eigentlichen Stars des Törggelen: Die Keschtn – also geröstete Esskastanien.

Das „was“ hätten wir also geklärt. Bleiben nur noch die Fragen nach dem „wann“ und „wo“ offen. Traditionell beginnt die Törggelezeit Anfang Oktober, mit etwas Glück erwischt man einen Buschenschank, der schon im September aufsperrt. Damit wären wir beim „wo“. Gasthöfe, Hütten und Bauernhöfe, die einen „Buschen“, also einen Stauß Zweige mit rotem Band an die Türe hängen, heißen Gäste zum Törggelen willkommen. Und dann heißt es schnell sein: Die Sitzplätze sind rar und heiß begehrt. Da trifft es sich gut, dass wir in der Törggelezeit mit euch zu einem der urigsten Plätze überhaupt pilgern, um der fünften Südtiroler Jahreszeit nach allen Regeln der Kunst zu frönen – das ist in unserem „Törggele-Urlaubspaket“ übrigens schon inkludiert. Ihr habt Fragen dazu oder wollt einfach mal so mit uns Plaudern? Kein Problem! Wir freuen uns schon auf eurer Mail oder euren Anruf! 
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